Bademoden

Sommerzeit ist Badezeit! Wenn voller Vorfreude der Reisekoffer für den Strandurlaub oder die Basttasche für den Ausflug zum See gepackt wird, dürfen daher Badekleider, Handtuch und Sonnenbrille nicht fehlen. Doch was müssen Badeanzug, Bikini und Tankini neben der richtigen Größe mitbringen, damit man sich beim (Sonnen-)Baden rundum wohlfühlt?

Ob im Schwimmbad, Meer oder Badesee: Schwimmen ist die ideale Sportart für Menschen aller Altersgruppen, stärkt sie doch das Herz-Kreislauf-System und beansprucht alle Muskelgruppen gleichermaßen, ohne dabei die Gelenke zu belasten. Doch nicht nur für sportliche Aktivitäten im und am Wasser, auch für den entspannten Urlaub am Strand gehört eine geeignete Badebekleidung zur Grundausstattung. Die Auswahl reicht von eleganten Badeanzugkleidern über sportive Tankinis und Badeanzüge bis hin zu zweiteiligen Bikinis – das ideale Modell zu finden, fällt wahrlich nicht immer leicht. Denn neben einem ansprechenden Design stehen bei der Damen-Bademode auch eine optimale Passform und ein hoher Wohlfühlfaktor im Vordergrund. Sie sehen, bei der Suche nach der richtigen Badebekleidung für Ihre Bedürfnisse und Größe spielt nicht nur der eigene Modegeschmack eine Rolle, sondern auch die Berücksichtigung Ihres Figurtypen. Je nach Körperform betonen nämlich bestimmte Schnitte und Muster die eigenen Vorzüge und kaschieren dabei kleine Problemzonen. Erfahren Sie im Folgenden, wie Sie Ihren Figurtyp bestimmen können und auf welche Schnitte und Materialbeschaffenheiten Sie beim Bademodenkauf achten sollten. So kann die Badesaison beginnen!


 

Das Bademoden-Lexikon für Damen – von Badeanzug, Bikini und Tankini


Wer bei Bademode für ältere Damen nur an klassische Badeanzüge in gedeckten Farben und dezenten Mustern denkt, wird beim Blick auf die aktuelle Bademodenkollektion überrascht sein. Denn längst haben sich Bikinis, Tankinis und Badekleider als schicke Alternativen zum Damenbadeanzug etabliert. Doch nicht nur bei den Schnitten, auch bei der Verarbeitung hat sich seit der Erfindung des Bikinis im Jahre 1946 einiges getan. Denn während die ersten Modelle noch aus Baumwolle und Jersey gefertigt waren, werden heute vor allem pflegeleichte, dehnbare und schnelltrocknende Materialien wie Polyamid und Elasthan zur Fertigung von Bademode für Damen verwendet. Neben extravaganten Kreationen wie dem Monokini, einer Kombination aus Bikini und Badeanzug, gehören die folgenden drei Varianten zu den Klassikern im Bademodenbereich, die von Damen jeden Alters getragen werden können:


 

Badeanzug


 

Der Badeanzug ist ein echter Alleskönner, da er nicht nur Strandurlauberinnen, sondern auch Hobby- und Sportschwimmerinnen höchsten Tragekomfort bietet. Der Einteiler kommt zwar mittlerweile immer öfter mit raffinierten Details wie Cut-outs, Volants oder Schnürungen daher, zeichnet sich jedoch stets durch eine den Rumpf verdeckende Vorderseite aus. Während es beim Schnitt somit eine klare Linie gibt, ist bei den Trägern wieder etwas mehr Flexibilität gegeben. So haben Frauen beispielsweise die Wahl zwischen Badeanzügen mit schmalen Spaghettiträgern, eben solchen mit nur einem Träger, sogenannte One-Shoulder-Badeanzüge, und Bandeau-Badeanzügen, die keine oder abnehmbare Träger besitzen. Modern sind auch sogenannte Neckholder-Badeanzüge, deren Träger im Nacken gebunden werden. Besonders viel Halt und einen optimalen Sitz bieten Damen Badeanzüge mit breiten Trägern und eingenähten Softschalen. Ein zusätzliches Unterbrustband ist vor allem bei einem großen Busen empfehlenswert, da es die Brust stützt und so zusätzlichen Halt und Form gibt.


 

Bikini


 

Beim Bikini handelt es sich um eine zweiteilige Badebekleidung für Damen, die 1946 von Louis Réard, einem gelernten Automechaniker, entworfen wurde. Damals sorgte diese neue Form der Bademode für großes Aufsehen, verhüllte sie doch nur einen kleinen Teil des Rumpfes und ließ den Bauchnabel unbedeckt. Heute ist der Bikini von keinem Strand der Welt mehr wegzudenken und lässt sowohl bei jüngeren als auch bei älteren Damen jede Menge Sonne an die Haut. Sowohl beim Bikini-Oberteil als auch bei der Bikini-Hose stehen Ihnen viele unterschiedliche Designs zur Auswahl. So sind zurzeit beispielsweise Bikinis im Stil der 50er und 60er Jahre modern. Sie zeichnen sich durch eine hoch geschnittene Bikini-Hose, eine sogenannte High-Waist-Panty, und ein klassisches Bikini-Top mit Softschalen aus – die perfekte Vereinigung von hohem Tragekomfort und einem figurfreundlichen Schnitt. Einen ähnlichen Effekt haben auch Bikini-Hosen im Panty-Stil, die dank des breiten Bundes und des niedrigen Beinausschnitts für eine tolle Silhouette sorgen. Weniger komfortabel und daher eher für junge Frauen geeignet sind hingegen Triangel-Bikinis, deren Oberteil meist ungefüttert und deren Höschen eher knapp geschnitten und mit einer seitlichen Schnürung ausgestattet ist.


 

Tankini


 

Der Tankini ist eine zweiteilige Badebekleidung für Damen und stellt eine Mischung aus Badeanzug und Bikini dar. Das Top bedeckt in der Regel den Bauch und ist figurumschmeichelnd, teilweise sogar in Röckchenform geschnitten. Für einen guten Halt trotz eben dieser lockeren Passform sorgen eingearbeitete Softschalen, ein Unterbrustband und verstellbare Träger. Letztere sind neben der grösseren Bewegungsfreiheit ein Vorteil des Tankinis gegenüber dem Badeanzug. Im Gegensatz zur Tankini-Hose, die meist in einem gedeckten Farbton gehalten ist, kommt das Tankini-Top in vielen bunten Farbvarianten daher und ist damit ein wahrer Hingucker im Sommer. Erfunden wurde der Tankini übrigens 1998 von Anne Cole, einer amerikanischen Bademodendesignerin.


 

Die passende Bademode für Ihren Figurtyp


Wenn der Sommer naht, beginnt nicht nur die Urlaubsplanung, sondern auch die Suche nach der passenden Strandkleidung. Doch wie sieht das Modell aus, das perfekt sitzt – egal ob im Wasser oder am Pool – und in dem man sich rundum wohlfühlt? Nun, die Entscheidung für einen Ein- oder Zweiteiler sollte nicht nur nach modischen Gesichtspunkten erfolgen, denn für jede Körperform gibt es bestimmte Schnitte und Passformen, die besonders vorteilhaft sind. Erfahren Sie im Folgenden, welcher Figurtyp Ihrem Körper entspricht und mit welcher Badebekleidung Sie stets elegant und stilvoll gekleidet sind. Zudem erhalten Sie einen Überblick darüber, welche Bademode auch älteren Damen hervorragend steht, was es bei Modellen in grossen Grössen zu beachten gibt und wie Sie Ihre neuen Sommerbegleiter optimal pflegen, sodass Sie lange Freude an ihnen haben.


 

Figurtyp X: Bademode für Damen mit schmaler Taille

Den Figurtyp X zeichnet eine feminine Silhouette aus. Frauen mit dieser Figur haben eine schmale Körpermitte und schlanke Beine, während Brust und Po weiblich geschwungen sind. Hüfte und Schultern sind etwa gleich breit.

Damen mit einer sanduhrförmigen Figur können jede Form der Bademode tragen, bei einer etwas grösseren Oberweite sollten sie beim Kauf jedoch auf folgende Merkmale achten: Die Träger des Oberteils sollten eher breit als schmal sein, denn ein grosser Busen muss immer gut gestützt werden. Auch eingearbeitete Unterbrustbänder und Formbügel können den Halt verbessern.

Was die Farbe angeht, stehen Damen mit dem Figurtyp X alle Möglichkeiten offen. Vom auffälligen Muster-Mix über farbenfrohe Prints bis hin zum funkelnden Strasssteinbesatz – erlaubt ist, was Ihnen gefällt und worin Sie sich wohlfühlen!



 

 

 

Figurtyp A: Bademode bei schmalem Oberkörper und breiten Hüften

Frauen mit dem Figurtyp A haben schmale Schultern, einen kleinen Busen und eine schlanke Taille. Hüften, Po und Oberschenkel sind hingegen eher kräftig, weshalb man beim Figurtyp A auch vom Birnen-Typ spricht. Mit einem Massband können Sie ganz einfach berechnen, ob dieser Figurtyp auf Sie zutrifft: Legen Sie dieses dafür um die jeweils breitesten Partien Ihrer Schulter und Ihrer Hüfte herum und nehmen Sie Mass. Bei Frauen mit dem Figurtyp A ist der Hüftumfang mehr als fünf Prozent breiter als der Schulterumfang. Für Damen mit dieser Figur eignen sich zweiteilige Badekleider wie Binikis oder Tankinis hervorragend, da sich der Fokus spielend leicht auf den Oberkörper lenken lässt. So sind beispielsweise Tankinis mit opulent gemusterten Tops und schwarzen Hosen eine ideale Wahl. Ebenso vorteilhaft wirken Bikinis, deren Oberteil mit vorgeformten Soft-Cups und modischen Verzierungen wie Rüschen, Raffungen und Volants ausgestattet ist. Wer lieber zum Einteiler greift, sollte ein Modell wählen, das einen Farbübergang von bunt im Brustbereich bis hin zu unifarben von der Taille an abwärts besitzt.


 

 

Figurtyp H: Bademode für schlanke Frauen

Damen mit dem Figurtyp H haben einen schmalen Körperbau, der sich durch wenige Kurven und eine etwa gleich breite Schulter- und Hüftpartie auszeichnet. Eine kleine Oberweite und ein flacher Po sorgen für eine sportliche, leicht androgyne Silhouette.

H-Typen können prinzipiell jede Form der Bademode tragen, jedoch haben sie auch die Möglichkeit, mit raffinierten Tricks weibliche Rundungen zu schummeln. So lässt ein Badeanzug mit seitlichen Kontrasteinsätzen oder modischen Raffungen im Brustbereich im Nu eine kurvige Optik entstehen. Weniger empfehlenswert sind hingegen sportliche Modelle, die sich unter anderem durch einen hohen Rundhals- und Beinausschnitt auszeichnen.

Bei Zweiteilern sollten Sie auf Bikini-Tops mit vorgeformten Cups, sogenannte Push-up-Bikinis, und Applikationen wie Rüschen oder Strasssteine setzen – sie zaubern auch bei kleiner Oberweite ein tolles Dekolleté. Auch grossflächige Musterungen und leuchtende Farben sind vorteilhaft, da sie optisch für mehr Fülle sorgen.


 

Figurtyp V: Bademode für Damen mit schmalen Hüften und grosser Oberweite

Vom Figurtyp V spricht man bei Damen mit breiten Schultern und einer verhältnismässig schmalen Hüftpartie. Der Fokus liegt auf dem Oberkörper und dem meist üppigen Dekolleté, das – ebenso wie die schlanken Beine – mit der passenden Badekleidung wunderbar betont werden kann.

Für V-Typen sind Bikini-Tops mit Trägern im Neckholder-Stil ideal. Diese werden im Nacken gebunden und verschmälern so optisch den Schulterbereich. Klassisch besitzt der Neckholder-Bikini schmale Träger und keinen Bügel. Für Frauen mit einer grossen Oberweite empfiehlt es sich daher, beim Kauf darauf zu achten, dass das Bikini-Top nicht nur mit breiteren Trägern, sondern auch mit einem Bügel und Soft-Cups ausgestattet ist, damit auch ein grosser Busen optimal gestützt wird.

Bei Badeanzügen dürfen Sie zu extravaganten Formen greifen, wie einem asymmetrisch geschnittenen One-Shoulder-Badeanzug oder einem Einteiler mit tiefem V-Ausschnitt. Letzterer verlängert den Oberkörper optisch und gleicht so die dominante Schulterpartie aus. Weniger geeignet für Damen mit dem Figurtyp V ist hingegen trägerlose Bademode, da sie den Oberkörper noch eckiger erscheinen lässt und gerade Bikinis in grossen Grössen hier keinen ausreichenden Halt mehr bieten.


 

Figurtyp O: Bademode in grossen Grössen

Damen mit dem Figurtyp O haben sinnliche Rundungen und weibliche Kurven. Der Figur des O-Typ zeichnet sich durch eine breite Körpermitte, eine grosse Oberweite und einen kleinen Po aus. Die Beine sind schlank und auch die Schultern sind schmal.

Sie sind ein O-Typ und auf der Suche nach eleganter Bademode für ältere Damen, die sich durch eine perfekte Passform und einen figurschmeichelnden Schnitt auszeichnet? Wunderbar, denn mittlerweile ist jede Form der Badebekleidung auch in grossen Größen online erhältlich. Und so machen Mollige beispielsweise im Retro-Bikini eine tolle Figur. Dieser besteht aus einem hoch geschnittenen Bikini-Höschen, dessen Saum knapp über oder unter dem Bauchnabel endet und so ein kleines Bäuchlein kaschiert. Einen ähnlichen Effekt haben Tankinis mit einem gerade geschnittenen Top, das unbedingt über ein stützendes Unterbrustband und Soft-Cups verfügen sollte.

Sie fühlen sich am Strand in einem Einteiler wohler? Dann sind elegante Badeanzüge in großen Grössen die perfekte Wahl. Für eine schöne Silhouette sorgen Modelle mit senkrecht verlaufenden Prints oder Raffungen, die die Körpermitte schmaler erscheinen lassen. Auch tiefe Halsausschnitte lenken den Blick von der breiten Körpermitte hin zu Dekolleté und Schultern.


 

Strandkleider für jeden Stil



 

Ob am Strand oder beim Ausflug an den See: Der Wohlfühlfaktor sollte bei der Wahl Ihrer Bekleidung stets an oberster Stelle stehen. Strandkleider, Pareos und Tuniken sind im Sommer eine tolle Ergänzung zu Ihrer neuen Bademode. Sie lassen sich nach dem Schwimmen einfach überstreifen, wenn man beim Gang zum Strandkiosk oder auf dem Rückweg zum Hotel etwas weniger Haut zeigen möchte.

Beim Pareo handelt es sich um ein grosses, rechteckiges Tuch, das auf vielfältige Art und Weise getragen werden kann. So lässt es sich beispielweise als Rock oder Kleid um den Körper wickeln und mit einem Knoten fixieren. Der Pareo ist sowohl einfarbig als auch wild gemustert online erhältlich, sodass Sie ihn perfekt auf Ihre Bademode abstimmen können. Und während ein luftiges Strandkleid an heissen Sommertagen schnell übergeworfen ist, beweist eine Tunika mit modischem Fransenbesatz oder ein eleganter Kaftan am Abend jede Menge Stilbewusstsein.

Wer beim Strandspaziergang nur seinen Unterkörper komplett bedecken möchte, der kann zu weit geschnittenen Strandhosen oder Strandröcken greifen. Sie bescheren ihrem Träger jede Menge Bewegungsfreiheit und verbreiten mit fröhlichen Prints im Nu gute Laune.


 

Tipps & Tricks zur Pflege Ihrer Badebekleidung


Unabhängig von Form, Grösse oder Farbe muss Ihre neue Bademode gut gepflegt werden, damit Sie auch in vielen Jahren noch Freude an ihr haben. Sowohl vor als auch nach dem Aufenthalt im Wasser gibt es daher einige Dinge zu beachten:

  • Noch bevor Sie Ihre Badesachen anziehen, sollten Sie sich mit Sonnenmilch eincremen und diese gut einziehen lassen. So vermeiden Sie Flecken auf dem Stoff.
  • Waschen Sie Ihre Badekleider direkt nach dem Schwimmen unter klarem kalten Wasser ab, um Sandkörner, Schweiss, Sonnencreme und Rückstände vom Chlor- oder Salzwasser zu entfernen. Lassen Sie sie dann im Schatten flach auf einem Handtuch liegend trocken, damit die Farben nicht verblassen und die Elastizität des Stoffes erhalten bleibt.
  • Nach dem dritten Tragen sollten Ihre Sommerbegleiter zudem mit einem Fein- oder Sportwaschmittel gereinigt werden. Ein Wäschenetz sorgt dafür, dass Kunststoffverschlüsse und eventuelle Bügel nicht beschädigt werden. Eine Wäsche per Hand empfiehlt sich bei filigranen Applikationen wie Perlen, Pailletten Strasssteinen, die sich in der Waschmaschine ablösen könnten.
  • Bademode darf niemals mit Weichspüler gewaschen werden, da das Polyamid-Elasthan-Mischgewebe sonst seine Form verlieren könnte.