Die Pediküre für Zuhause – eine Anleitung zum Selbermachen

Ihre Füsse sind der am meisten beanspruchte Teil Ihres Körpers, denn Sie verbringen bis zu 60 Prozent Ihres Lebens stehend oder gehend. Rissige, schmerzende Fusssohlen oder eingewachsene Nägel sehen nicht nur unschön aus, sondern können auch Ihr allgemeines Wohlbefinden beeinflussen. Deshalb ist es sehr wichtig, sie regelmässig zu pflegen. Dazu können Sie einen ausgebildeten Fusspfleger aufsuchen oder die Pediküre ganz einfach zu Hause selbst durchführen. Fußleiden wie Nagelpilz oder Hühneraugen sollten Sie jedoch immer von einem Spezialisten behandeln lassen.


 

Das empfindliche Wunderwerk Fuss


 

Die Füsse des Menschen sind kleine Wunderwerke der Natur. Ein Fuss besteht neben 26 Knochen, 27 Gelenken und etwa 30 Muskeln aus einer Vielzahl an Sehnen und Bändern, Nervenenden und Schweissdrüsen. Auf diesen empfindlichen Körperteilen gehen wir täglich durchschnittlich 5.000 bis 10.000 Schritte, was je nach Schrittlänge einer Strecke von zwei bis sechs Kilometern entspricht. Während unseres gesamten Lebens laufen wir so im Schnitt etwa 100.000 Kilometer, also mehr als zweimal um die Erde.


 

Mit Pediküre Fussproblemen vorbeugen


 

Viele Menschen leiden unter Fussproblemen. Dabei lassen sich die meisten Beschwerden auf falsches, schlecht sitzendes Schuhwerk und das ständige Tragen von Schuhen und Socken zurückführen, welche die Füsse oft unnötig einengen.

Zu enge oder zu weite Schuhe geben den Füßen nicht genügend Platz oder Halt. Das kann zuerst zu schmerzenden Druck- oder Scheuerstellen und schliesslich zu Hornhautverhärtungen oder sogar Hühneraugen führen. Verhärtete Hornhaut neigt dazu, schneller auszutrocknen. Sie kann dann leichter einreissen und Schmerzen beim Laufen verursachen. Ebenso verhält es sich mit eingewachsenen oder eingerissenen Nägeln, die durch unpassendes Schuhwerk entstehen können.


 

Durch die Schmerzen kann sich der Bewegungsablauf beim Laufen verändern, da oftmals eine Schonhaltung eingenommen wird. Diese kann sich wiederum negativ auf die gesamte Körperhaltung auswirken und Folgeprobleme wie Verspannungen, Rücken- oder Gelenkschmerzen verursachen. Eine regelmässige Pediküre kann helfen, die Symptome zu lindern bzw. ihrem Auftreten vorzubeugen.

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Medizinische Fusspflege beim Spezialisten


 

Tragen Sie schlecht belüftete Schuhe und Socken aus synthetischen Fasern, kann neben Fußgeruch auch ein optimales Klima für Fuss- und Nagelpilze entstehen. Fusspilz kann sich durch stark juckende Bläschen zwischen den Zehen oder an der Fussunterseite äussern. Nagelpilze können die Nägel verfärben und sie brüchig und spröde werden lassen. In beiden Fällen ist eine medizinische Fusspflege ratsam, die von einem Podologen durchgeführt wird. Dieser Spezialist entfernt auch Hühneraugen sanft und fachgerecht. Zur Prophylaxe dieser Fussleiden sowie zur hygienischen Pflege können Sie Ihren Füssen zu Hause ebenfalls in regelmässigen Abständen eine Pediküre gönnen.


 

So gelingt die erfolgreiche Pediküre zu Hause


 

Sehen Sie eine Pediküre zu Hause nicht nur als notwendige Fusspflege an, sondern als eine Auszeit für sich und Ihren Körper. Integrieren Sie die Pediküre ruhig in einen Wellness- und Körperpflege-Tag – mit Kerzen und entspannender Musik. Danach können Sie sich rundum wohl und erfrischt fühlen.


 

 

 

 

 

Das brauchen Sie für die Pediküre:

  • eine fussbadtaugliche Schüssel oder Luxus-Fussbad mit Massage-Effekt
  • ein Fussbadzusatz mit ätherischen Ölen
  • ein kleines und ein großes Handtuch
  • Pediküre-Utensilien: Bimsstein, Nagelbürste, Fussfeile, Nagelfeile, Nagelschere oder Nagelzange, Rosenholzstäbchen oder ein professionelles Pediküre-Set
  • Fusspflegecreme und Nagelöl

 

Optional:

  • durchsichtiger Pflege-Nagellack
  • Kerzen und Entspannungsmusik

 

Schritt 1: Füsse im Fussbad einweichen

Um die Horn- und Nagelhaut zur Behandlung einzuweichen, ist ein warmes Fussbad ideal. Ein Fussbadzusatz mit ätherischen Ölen kann die Fusspflege unterstützen und sich mit wohltuenden Aromen positiv auf Ihr Wohlbefinden auswirken: Kampfer und Salbei können desodorierend, Lavendel beruhigend und Latschenkiefer oder Minze erfrischend wirken. Lassen Sie Ihre Füsse zwischen fünf und zehn Minuten in warmem Wasser einweichen – nicht länger, sonst quillt die Hornhaut zu sehr auf und trocknet weiter aus. Das Wasser sollte zudem nicht wärmer als 38 Grad Celsius sein.


 

Schritt 2: Hornhaut mit Bimsstein entfernen

Trocknen Sie Ihre Füsse sorgfältig mit dem kleinen Handtuch und reiben Sie die Hornhaut an Hacken und Ballen mit einem Bimsstein ab. Spülen Sie den Stein zwischendurch ab und entfernen Sie die abgeriebene Haut mit dem Handtuch. Alternativ zum Bimsstein können Sie den passenden Aufsatz der Pediküre-Maschine für die Hornhautentfernung verwenden.


 

 

 

Schritt 3: Nagelhaut zurückschieben

Schieben Sie die Nagelhaut mit einem Rosenholzstäbchen oder einem hufförmigen Nagelhautschieber zurück. Überschüssige Nagelhaut können Sie auch mit einem entsprechenden Aufsätze des Pediküre-Sets sanft entfernen.


 

 

 

 

Schritt 4: Nägel schneiden und feilen

Die Fussnägel müssen regelmässig gekürzt werden, sonst können sie unangenehm beim Laufen gegen die Schuhvorderseite stossen, brechen, einreissen oder gar einwachsen. Vor allem harte und dicke Fussnägel lassen sich nach dem Fussbad besser kürzen. Entfernen Sie mit einer Nagelschere oder einer Nagelzange die Kappen der Nägel. Die Ecken der Nägel sollten Sie nicht rund schneiden, da es hier sonst zum Einwachsen und zu Entzündungen kommen kann. Feilen Sie anschliessend die Kanten mit einer Nagelfeile glatt und arbeiten sich dabei immer von der Ecke zur Mitte des Nagels vor. Zusätzlich können Sie einen pflegenden Nagellack auftragen. Dadurch glänzen die Nägel und sind angenehm glatt. Wenn Sie danach noch Nagelöl einmassieren, bleibt die Nagelhaut elastisch und kann so vor dem Einreissen geschützt werden.


 

Schritt 5: Trockene Hornhaut glatt feilen

Der Bimsstein kann die Hornhaut nur grob entfernen. Mit einer Fussfeile lässt sich die trockene Hornhaut an der Fusssohle noch glatt feilen. So können Sie auch unangenehme, raue Gefühle vermeiden, die aufgrund von Hornhaut entstehen können, wenn Sie z. B. Nylonstrümpfe anziehen oder in Mikrofaserbettwäsche schlafen.


 

 

 

Schritt 6: Füsse eincremen und ausruhen

Nachdem Sie die Füsse mit einem Handtuch von den Hautschuppen gesäubert haben, können Sie eine pflegende Fusscreme einmassieren. Es gibt Fusscremes mit Harnstoff, Salicylsäure oder Orangenöl, die Hornhaut reduzieren und eine starke Neubildung verhindern können. Bei besonders trockener Haut sind Cremes oder Öle mit stark rückfettender Wirkung zu empfehlen. Nach dem Eincremen sollten Sie Ihre Füsse noch eine Weile hochlegen und sich ausruhen, denn so kann die Pflege intensiviert werden.


 

 

Zusätzlicher Pflegetipp: Wenn Sie Ihre Füsse abends vor dem Schlafengehen eincremen und leichte Baumwollsocken darüber ziehen, ist der Pflegeeffekt besonders effektiv.


 

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